28.10.2022

Pressemitteilung des Kreis Osnabrück

Autor / Quelle: Björn Richter Bernd Kettmann

Nach den jüngsten Vorfälle äußert sich der NFV Kreis Osnabrück mit einer Pressemitteilung:

In den letzten Wochen kam es auf unseren Sportplätzen zu unfassbaren Gewaltvorgängen und Spielabbrüchen. Alle Vereine wurden zunächst über eine E-Mail des Kreisvorsitzenden aufgefordert, fair und respektvoll miteinander umzugehen.  

Da es leider weiterhin zu Gewaltvorgängen kam, wurde Anfang Oktober eine Sondersitzung des Kreisvorstandes durchgeführt und Maßnahmen beschlossen.

In Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichter-Ausschuss wurde beschlossen, ein Zeichen gegen Gewalt, Beleidigungen und Respektlosigkeit zu setzen. Am vergangenen Sonntag wurde bei ca. 50 Spielen im Fußballkreis nach der Begrüßung ein entsprechender Text verlesen. Anschließend wurden die Spiele mit einer 12minütigen Verspätung angepfiffen. Umso trauriger und unverständlicher ist es, dass ein  Spiel wiederum nach einem tätlichen Angriff abgebrochen werden musste.

Weiterhin wird es in der Winterpause eine verpflichtende Veranstaltung aller Spielobleute (Senioren/Jugend) geben, um mit allen Vereinsverantwortlichen über das Thema Sicherheit und Gewalt zu sprechen.                

In Absprache zwischen dem Spiel- und Schiedsrichterausschuss beobachten bereits Kreismitarbeiter ausgewählte Spiele, in denen es in der Vergangenheit zu Auffälligkeiten gekommen ist.

Der Kreisvorstand möchte hiermit nochmals darauf hinweisen, dass wir jegliche Form von Gewalt auf unseren Sportplätzen verurteilen. Hier gilt besonders die Gewalt gegen unsere Schiedsrichter, aber natürlich auch unter den beteiligten Mannschaften. Wie bereits bei der Aktion am letzten Sonntag durch die Schiedsrichter verlesen wurde, ist es nun „kurz vor Zwölf“, denn es gibt auch Pflichten unserer Vereine, um Fußballspiele zu absolvieren.

Wenn es zukünftig weiterhin in den Spielen zu Gewaltvorgängen kommt, müssen sich unsere Vereine darauf einstellen, dass zu einzelnen Spielen keine Schiedsrichter mehr angesetzt werden. Der Kreisvorstand ist zukünftig nicht mehr dazu bereit, dass sich unsere Schiedsrichter der Gefahr von Übergriffen aussetzen. Des Weiteren führt es ebenfalls dazu, dass viele Schiedsrichter auf Grund dieser Vorfälle aufhören zu pfeifen.  

Neben den Sportgerichtsverfahren wird der Kreisvorstand sportrechtlich alles in seiner Macht stehende tun, um die Schiedsrichter zu schützen und Personen bzw. Vereine zu sanktionieren, die sich nicht an die Regeln halten.       

Positiv ist zu erwähnen, dass es erfreulicherweise genug Vereine und Verantwortliche, sowie Spieler gibt, die sich vorbildlich verhalten. Neben den Fair-Play-Aktionen in Niedersachsen für die fairste Mannschaft gibt es auch bei uns im Kreis immer wieder vorbildliche Aktionen einzelner Spieler. Diese Fair-Play-Handlungen sollten für alle Vereine Vorbild sein, damit in Zukunft Meldungen über tätliche Übergriffe der Vergangenheit angehören. 

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Kettmann

Kreis-Vorsitzender
NFV Kreis Osnabrück

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Seite zuletzt aktualisiert am: 23.11.2022